Kinder & Jugendliche
Eine kieferorthopädische Behandlung im Kindesalter kann entscheidend dazu beitragen, dass sich Zähne und Kiefer gesund entwickeln. Fehlstellungen, die unbehandelt bleiben, können sich im Wachstum verfestigen und langfristig die Funktion, die Zahngesundheit und sogar die Lebensqualität beeinflussen. Fehlstellungen können sich auf folgende Bereiche auswirken:
Je früher solche Abweichungen erkannt und behandelt werden, desto besser lässt sich verhindern, dass das Kieferwachstum ungünstig beeinflusst wird und später umfangreiche kieferorthopädische Maßnahmen notwendig werden.
Frühzeitige Maßnahmen
In diesem frühen Alter entwickeln sich Zähne, Kiefer und Mundmuskulatur besonders dynamisch. Erste Anzeichen wie frühzeitiger Zahnverlust, funktionelle Auffälligkeiten oder ungünstige Angewohnheiten wie Daumenlutschen können die weitere Entwicklung beeinflussen. Ziel dieser Phase ist es, das Wachstum sanft zu unterstützen und spätere, aufwendigere Behandlungen zu vermeiden.
Typische Maßnahmen sind kindgerechte Funktionsgeräte wie z.B. Mundvorhofplatten und myofunktionelle Unterstützung in Zusammenarbeit mit Logopäden. Erfahren Sie hier mehr.
6–10 Jahre – Frühbehandlung
Mit dem Beginn des Zahnwechsels wird das Wachstum besonders gut beeinflussbar. In dieser Phase können wir Platzmangel oder beginnende Kieferfehlstellungen gezielt steuern. Die Behandlung ist meist noch herausnehmbar und damit sehr kindgerecht.
Typische Maßnahmen sind kindgerechte Funktionsgeräte wie Mundvorhofplatten, Platzhalter zur Sicherung des notwendigen Raumes sowie myofunktionelle Unterstützung in Zusammenarbeit mit Logopäden.
Zum Einsatz kommen vor allem aktive Dehnplatten zur Platzschaffung oder Kiefererweiterung, sowie ergänzende Apparaturen bei deutlichen Kieferfehlstellungen. Erfahren Sie hier mehr.



12–18 Jahre – Hauptbehandlung
In der Jugendphase stehen die bleibenden Zähne vollständig im Mund, sodass präzise Zahnbewegungen optimal möglich sind. Jetzt erfolgt die detaillierte Feinkorrektur der Zahnstellung und des Bisses. Häufig kommt eine festsitzende Zahnspange mit selbstligierenden Brackets und modernen Bögen zum Einsatz. Auf Wunsch sind auch ästhetische Keramikbrackets oder durchsichtige Aligner möglich. Ergänzende Apparaturen können notwendig sein, wenn komplexere Kieferbewegungen erreicht werden sollen. Erfahren Sie hier mehr.


Was passiert beim ersten Beratungstermin?
Der erste Termin dient dazu, sich ein umfassendes Bild von der Zahn- und Kieferentwicklung Ihres Kindes zu machen. Wir überprüfen die Zahnstellung, das Kieferwachstum und den aktuellen Stand des Wechsels der Zähne. In einem verständlichen Gespräch besprechen wir anschließend, ob eine Behandlung sinnvoll ist, wann der richtige Zeitpunkt dafür wäre und welche Möglichkeiten infrage kommen.
Unser Ziel ist eine klare, ehrliche Einschätzung – ohne Druck und ohne unnötige Maßnahmen. Eltern erhalten einen gut verständlichen Überblick über den Befund und die nächsten sinnvollen Schritte. Für Kinder gestalten wir den Termin ruhig, freundlich und angstfrei.