Kiefergelenksstörung (CMD)
Hilfe bei Kiefer-, Kopf- und Nackenschmerzen
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt Funktionsstörungen des Kiefergelenks und der Kaumuskulatur, die über Muskelketten und Nervenverbindungen Beschwerden im gesamten Körper auslösen können. In unserer Praxis in Bergheim bei Salzburg behandeln wir CMD ganzheitlich, präzise und individuell.

Woher kommen Kiefergelenksbeschwerden?
Das Kauorgan ist ein hochsensibles System. Schon kleine Veränderungen – etwa
stressbedingter Zähneknirschen, Fehlkontakte beim Zusammenbiss oder ungünstige
Zahnfüllungen – können das Gleichgewicht zwischen Gelenk, Muskulatur und Zahnbögen
stören.
Stress spielt dabei eine zentrale Rolle: Viele Menschen „beißen sich durch“, „kauen etwas
gedanklich durch“ oder pressen nachts unbewusst die Zähne aufeinander. Der Zahnkontakt kann
dabei bis zum Hundertfachen des Normalwertes steigen.
Eine CMD zeigt sich häufig erst spät, da Ursachen und Symptome stark variieren und sich
auf viele Körperbereiche auswirken können. Deshalb bleibt sie trotz hoher Verbreitung
oft lange unentdeckt.
Bei der Funktionsdiagnostik untersuchen wir das Kiefergelenk mittels Strukturanalyse (MSA),
analysieren die Kaumuskulatur und prüfen Knack- oder Reibegeräusche. Falls nötig, ergänzen
wir die Diagnostik durch ein MRT. Auf Basis aller Befunde entwickeln wir ein individuelles
Therapiekonzept.
Typische Symptome einer Kiefergelenksstörung
- Schmerzen beim Öffnen, Schließen oder Kauen
- Eingeschränkte Mundöffnung
- Knacken im Kiefergelenk bei Bewegungen
- Reibegeräusche
- Spannungsgefühle im Gesicht, Kopf- oder Nackenbereich
Therapie: Sanfte Entlastung und nachhaltige Stabilisierung
Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache der Beschwerden. Häufig setzen wir eine individuell angefertigte Entlastungsschiene ein, die nachts getragen wird. Sie entspannt Muskulatur und Gelenk, reduziert Druckbelastungen und führt nach kurzer Zeit oft zu einer deutlichen Beschwerdelinderung.

Eine reine Schienentherapie reicht jedoch bei länger bestehenden Beschwerden meist nicht
aus. Viele Patienten profitieren davon, stressauslösende Situationen bewusster
wahrzunehmen und zu beobachten, wann sich die Kaumuskulatur verspannt – etwa bei
Anspannung oder intensiver sportlicher Belastung.
Bei komplexeren Fällen ist eine ergänzende
physiotherapeutische Behandlung
sinnvoll, um Haltung, Muskulatur und Bewegungsmuster nachhaltig zu verbessern.
In manchen Fällen kann zusätzlich eine kieferorthopädische Behandlung notwendig sein, um Fehlkontakte im Biss zu korrigieren und das Kiefergelenk langfristig zu entlasten.